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Zwischenwelten

die Summe ist mehr als ihre einzelnen Teile 

So beginnt es…

Am Anfang mussten sie sich noch leicht orientieren. Die Reise war sehr verwirrend. Und es gab keine Vergleichsmöglichkeit. Niemand ist bisher hierher gelangt, es ist ein unerforschter Ort. Irgendwie schien er nicht denselben Gesetzen zu folgen, wie unsere eigentliche Welt. Alles war irgendwie möglich und doch schwammig, aber es schien trotzdessen einem roten Faden zu folgen. Die Orientierung fiel schwer, aber je mehr man sich nicht auf einen Fixpunkt konzentrierte, umso mehr ergab sich ein Überblick… und so begann die Orientierung…

Orientierung

…doch man sieht nur, die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht…

MackieMesser

Ich hörte mich denken, als wäre ich eine 2. Person in meinem Kopf, aber das war diese Stimme nicht, denn ich konnte sie bestimmen. Ich konnte die Gedanken unterbrechen, kommentieren, oder auch verändern. Aber doch schien ich nur vor ihnen zu stehen… Was war hier los?


 

Klar werden

==== Ein Zwiegespräch in mir, das ich irgendwie als Beobachter schien wahrzunehmen. Aber dieser Zustand war flüchtig und wechselte die Perspektive, willkürlich in den Monolog. Das Gespräch zu sich selbst. Und so versuchte ich den Punkt des Wechsels bewusst wahrzunehmen und möglichst schnell die Orietierung im jeweiligen zustand wieder zu erlangen. Es war ein zerrissenes Bühnenbild, das zum einen den Beobachter in die Ferne rückte und zum anderen war der Beobachter Teil der Interaktion. Je schneller ich wurde in der Zustandsanalyse, umso eher konnte ich die kontrolle über die Beobachtung erreichen. So schaffte ich es nach einigen Übungen die willkürlichen Bild und Gedankenfragmente in einer Linie anzuordnen. Ich erfand mir ein Gedankensystem das ich immer und immer wieder anwandte und so wurde es wie ein Wesenzug von mir. Aber es war einzig und allein ein Gedankenkonstrukt. Es diente mir die Verzögerung der Wahrnehmung durch die Wechsel  in einen Vorteil für mich zu verwandeln. Ich versuchte einfach zu unterscheiden ab wann ich zu mir selbst sprach, oder wann ich als Zuschauer analysierte. Sobald ich Wortfragmente wie, Du bist, oder Ich, oder eine Form von Vorwurf, oder Verurteilung wahrnahm, konnte ich mir sicher sein, gerade im Zustand des Monologs zu sein, ich stand übertragen, aber mehr als nur mehrdeutig zu sehen, vor einem Spiegel und sah diesen aber nicht. Aber alles was ich aussandte, kehrte auf mich zurück. Je mehr etwas was auf mich zukam, mich störte, umso mehr konnte ich darauf vertrauen das, ich es ausstrahlte. Ich konnte nichts von alledem sehen, aber der Kontext, die Worte der Gedanken, war physikalisch, logisch und kontinuierlich. War etwas wie schon mal zuvor, dann hatte es auch ein Polung. Und so fing ich an, das Zwiegespräch in meinem Kopf ständig unter diesem Raster abzuscannen, ein Ego, das rebellierte der aufgelöst wurde existierte nicht, da ich und mein Wesen, schon immer auf Plausibilität getriggert wurde. Alles muss am Ende einen Sinn ergeben. Aber das ist völliger Schwachsinn, das Leben ist voll von Sinnlosigkeit und doch vollzieht es für alle das selbe. Es führt uns immer zu uns, egal in welcher Geschwindigkeit. Beim Prüfen meines Zwiegesprächs erkenne ich auf einmal, das das System, das ich anwand, einen systemischen Sprecher installierte, der nach dem Schema erkannte Details sofort an eine Art Richter übergab. Dieser sollte eine Art, Glaubwürdigkeitstabelle als Plakette an die jeweilige Erkenntnis heften. Ich nenne ihn einfach mal liebevoll Stempeldieter. ====
==== Und Stempeldieter, ist ja eigentlich genau genommen der Dritte im Bunde. Wenn auch nicht so individuell gestaltet und mit einer bestimmten Note versehen aber dafür schnell und hart in seinem Urteil. Und es erwirkt sofortige Gesetzesintegration. ====
==== Hatte ich mich in meinem Inneren geteilt, oder kopiert? Und viel wichtiger ist die Frage, wenn Neue Systeme sich einmischen und entstehen können, wie Authentisch ist mein eigener Speicher auf den ich mich berufe. Wer von den Usern, bin dann irgendwo ich? ====